Soziales Lernen

Dass alle am Schulleben Beteiligten achtsam miteinander umgehen, ist eine wichtige Grundlage für ein entspanntes Miteinander und ungestörtes Lernen. Der Ganztagsbetrieb eröffnet hier Schule als echten Lebensraum. Die Kinder verbringen an vier Tagen mindestens 8 Stunden miteinander, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, den Erzieherinnen und Erziehern und den weiteren pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Demokratiebildung an der Vogelstangschule

Schule hat die Aufgabe, junge Menschen zu selbstverantwortlichem und demokratischem Handeln in der Gesellschaft zu befähigen. Die Vermittlung dieser Kompetenzen, die in den Leitperspektiven der Bildungspläne und dem Leitfaden Demokratiebildung festgeschrieben sind, liegen uns sehr am Herzen. An unserer Schule werden nun Werte und Normen aber auch handlungsorientierte Fähigkeiten nicht nur über Unterrichtsinhalte, sondern auch über die neu konzeptionierte Schüler/innenmitverantwortung  gefördert.

Dazu wurde ein Klassensprecherinnen- und Klassensprecherrat ins Leben gerufen und auf verschiedenen Ebenen umgesetzt.

In der Klasse:

In jeder Klasse werden eine Klassensprecherin und ein Klassensprecher gewählt. Im wöchentlichen Klassenrat, der durch die Klassensprecher/innen geleitet wird, kommen alle Kinder der Klasse zusammen, um Anliegen und Konflikte zu besprechen.

In der Klassenstufe:

Die Klassensprecher/innen einer Stufe treffen sich regelmäßig mit gewählten Vertrauenspersonen aus der Lehrer/innen und Erzieher/innenschaft sowie der Schulsozialarbeit. Bei diesen Treffen werden aktuelle Anliegen der Stufe besprochen sowie Mitgestaltungsmöglichkeiten der Kinder diskutiert und ggf. umgesetzt. Außerdem findet eine Wahl von zwei Stufensprecher/innen statt.

In der Schulgemeinschaft:

Die Stufensprecher/innen aller Stufen treffen sich regelmäßig mit den gewählten Vertrauenspersonen und besprechen ebenfalls Mitgestaltungsmöglichkeiten der Schüler/innenschaft.

Die in den Klassen erstellten Klassenregeln runden die Schul- und Hausordnung ab. 

Förderung der Lernbereitschaft

2016 richteten wir mit den Kindern zusammen das ChamäleonZimmer ein.

Die Idee damals war, dass es einen Raum geben muss, in den ein Kind sich zurückziehen kann, wenn es gerade nicht in der Lernbereitschaft ist oder sich nicht in die Schulregeln einordnen kann.

Auch das gehört zum Lernen dazu und soll einen Platz an einer Schule haben.

Im ChamäleonZimmer kann ein Kind, begleitet durch uns herausfinden, was es braucht, damit es weiterlernen kann oder überhaupt beginnen kann zu lernen.

Die Pandemie hat leider bewirkt, dass wir danach das ChamäleonZimmer nicht mehr nutzen konnten, da uns die personellen Voraussetzungen dafür fehlten. Wir sind sehr froh, dass wir nun durch die Mittel des Startchancenprogramms mit ampelfit eine Kooperation eingehen konnten, sodass das ChamäleonZimmer für die Kinder wieder täglich geöffnet sein kann.

Das ist die Grundlage unseres Wirkens im ChamäleonZimmer:

Jedes Kind hat ein Recht auf uneingeschränkten Schutz, Teilhabe und allem, was es zu einer gesunden Entwicklung braucht.
Daher sollen die Kinder unserer Schule nun mit dem ChamäleonZimmer wieder eine Anlaufstelle haben, die besetzt ist durch Trainerinnen und Trainer von ampelfit.

Kinder können das Zimmer aufsuchen, wenn sie Schutz suchen, gerade nicht in der Lage sind im Unterricht zu kooperieren, besondere Herausforderung bewältigen müssen oder eine Auszeit brauchen, bevor sie wieder erfolgreich am Unterricht teilnehmen können.

Der Benefit kommt dabei übrigens ALLEN zu:

Jedes Kind, das nicht in der Lernbereitschaft ist, hat die Chance zu lernen sich dem Lernen zu öffnen.

Jedes Kind, das Lernbereitschaft hat, kann ungestört lernen.